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Studio Diary

Blick ins Strange Sound Studio

Auf diesen Seiten möchten wir euch über die Entstehung unserer neuen CD im Strange Sound Studio informieren. Interessant dürfte dies gerade auch für Nichtmusiker sein, da wir hier auch einen Blick hinter die Kulissen bieten wollen.

8. April 2002

Auch die nächste Hürde wurde genommen. Die Platte ist fertig gemischt und befindet sich z.Z. in Schifferstadt bei Markus Ball. Er wird die Platte mastern. Beim Mastern wird der nötige Druck erzeugt und das Frequenzspektrum erweitert, was der Platte dann eine Räumlichkeit und einen satten Sound gibt. Da das Cover/Booklet auch bereits fertig ist, kann die Platte eventuell schon Ende der Woche ins Presswerk geschickt werden. Drückt uns die Daumen!

Die Band begann am Samstag mit den Proben für die Live-Shows und man merkte schon, dass die Jungs schon länger nicht mehr zusammen gespielt haben. Aber nach ein oder zwei Proben, werden Arilyn wieder in Form sein um die Platte bestmöglichst zu präsentieren. Es werden auch noch ein Paar überraschungen für das Live-Programm eingebaut, aber davon könnt ihr euch ja bereits am 4.Mai selbst überzeugen.

4. April 2002

Noch 4 Wochen dann hat das Warten ein Ende. über Ostern wurde schon mal mit dem Mischen angefangen und bedingt durch die letzten Informationen der Plattenfirma steht der Release Ende April definitiv. Der Cover-Track eines 80'er Jahre Titels hat es doch nicht auf die CD geschafft. Beim kollektiven Ur-Hören der Platte letzten Mittwoch, hat sich die Band entschieden nur eigene Songs aufs Album zu nehmen. Die Platte ist sehr homogen und der Cover-Track paßt letztlich nicht auf das Album. Das Cover/Booklet ist gerade im Test-Druck. Die Band ist fast nicht mehr zu halten und morgen beginnen auch die Proben für die "Tomorrow never comes"-Tour. Die Konzert-Termine erfahrt ihr natürlich rechtzeitig. Also, macht schon mal Werbung und freut euch auf Ende April!

25. März 2002

Der 22.03. wird in unsere Bandgeschichte eingehen. Unser erstes Studioalbum ist komplett aufgenommen. Jede Spur, jedes Take ist nun "auf Band"! Eigentlich unfassbar, aber die Vorab-Mixe der bereits fertigen Songs haben nochmal die letzten Kräfte mobilisiert und so sang Christian am Freitag die letzten 3 Songs komplett ein. Die beiden Jürgens, konnten es kaum glauben, aber um 23.00 Uhr hieß es "Alles im Kasten"! Da war das Wochenende gerettet. Auch die Studiocrew die uns 6 Monate ertragen mußte ist happy und die Stimmung könnte nicht besser sein.

Am Mittwoch trifft sich jetzt die komplette Band und hört die gesamte Platte an. Dort wird dann besprochen, wie man die Platte mischen wird. über das Osterwochenende werden sich Christof und Christian dann im Studio von Markus Ball einquartieren und die Platte mischen. D.h. "Tomorrow never comes" wird Ende April als CD in den Läden stehen. Wir alle sind natürlich sehr froh, daß die Aufnahmen endlich fertig sind. 6 Monate sind schon eine lange Zeit. Obwohl es natürlich auch mal kleinere Reibereien gab, lief es super. Jetzt heißt es nur noch mischen und mastern und dann geht die Scheibe ab ins Presswerk. An dieser Stelle wollen wir auch nochmal "Danke" sagen an alle, die an dieser Scheibe beteiligt gewesen sind, also Studio-Crew bestehend aus Marko, Mario und Patty, der "Muse" Kai, und den vielen anderen Helfern. Thank you and enjoy our Music!!!

21. März 2002

Das Puzzle ist fast fertig. Die letzten beiden Songs werden am Wochenende eingesungen und dann ist das Album fertig. Schlappe 6 Monate hat man sich nun schon mit der Technik geknüppelt, ist dem Termindruck erlegen und hat sich freundschaftlich immer wieder aufs Maul gehauen. Aber, das ist "Aufnehmen", das ist Musik. Man kann so eine Aufnahme mit einer Schwangerschaft vergleichen. Im Moment beginnen gerade die Wehen. Der Druck spannt sich nochmal an, aber bald ist alles vorbei.

über Ostern wird man dann endlich bei Markus Ball zu Gast sein, um die Platte bestmöglich zu mischen und das Mastering über die Bühne zu bringen. Außerdem haben sich viele, viele Live-Termine für dieses Jahr ergeben. Sobald wir genaue Infos haben, sind sie im Bereich "On the road" abrufbar. Arilyn werden definitiv etliche Live-Gigs in 2002 absolvieren um das Album zu promoten. Release April ist sicher.

4. März 2002

Ja ihr lest richtig, die letzten beiden Aufnahmewochen brechen an und dann ist das Album im Kasten. Lange hat es gedauert, viel länger als alle vermuteten, aber das Ergebnis wird die lange Arbeitszeit erklären. Neben einigen kleinen technischen Fehlern und dem Totalverlust der PC-Recording-Karte kann man mit 5 Monaten Aufnahmezeit noch recht zufrieden sein. Die letzten beiden Wochen, werden hauptsächlich noch Vocals, Backing-Vocals und kleine Fill-Inns aufgenommen. Die Rohmixe von Jürgen, die jetzt schon wirklich sehr lecker auf die Ohren hauen, bestätigen das gute Gefühl der Band und der Plattenfirma. Nebenher wird an CD-Release Party und Tour gearbeitet um das Album auch richtig bekannt zu machen. Da im Moment die Technik 100% solide arbeitet, die Aufnahmen "nur" noch zwei Wochen dauern werden und der Sound enorm ist, könnt ihr euch die geniale Stimmung bestimmt vorstellen. Der Release April 2002 steht und wie sagt Nina Ruge immer: Alles wird gut!

22. Februar 2002

Da sang er und sang und sang und es machte "knack", "zerr" und "ppffff". Nein, keine Stelle aus einem Batman-Comic, sondern der Tod der Soundkarte. Beim Einsingen gab sie den Geist auf, was aber nicht an Christian's Gesang lag, sondern an einem technischen Fehler. Also bedeutete das zunächst AUFNAHMESTOP. Während in dieser Zeit Jürgen und Christian mit Hilfe von Studiomitglied Mario an einer Problemlösung feilten, ereilte die frohe Nachricht die Band als praktisch alle depremiert waren (wegen Aufnahmestop). ARILYN haben einen Plattendeal. Das Heidelberger Label Quixote-Music wird "Tomorrow never comes" veröffentlichen. Beide Seiten haben die Fronten abgeklärt und freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit. Die beste Nachricht seit dem Tage als die Band merkte, daß Jürgen (Kaletta) keine Frau ist. Die Veröffentlichung des Albums verschiebt sich aber leider auf April. Morgen ist die neue Soundkarte da und dann gehts in großen Schritten "endlich" dem Ende zu. Nach so langer Zeit im Studio wollen die Jungs endlich wieder auf die Bühne.

7. Februar 2002

Die ein oder andere Verzögerung war eingeplant und deshalb hat es nun niemanden mehr überrascht, daß die Band (oder vielmehr Christian) immer noch im Studio eingeschlossen ist und nicht raus darf, bevor die Vocals im Kasten sind. Die Gesangsaufnahmen bilden somit den krönenden Abschluß einer monatelangen Aufnahmenorgie. Die Motivation ist dennoch vorhanden, denn ein Label aus Heidelberg hat starkes Interesse am fertigen Album. Mit diesen guten Nachrichten läuft der Motor jetzt wieder geschmeidig und in 2-3 Wochen werden die Vocals produktiv auf Harddisk aufgenommen sein. "Wir wollen schließlich ein super Album vorlegen und lassen uns deshalb die Zeit, die nötig ist um alles so gut wie möglich abzuschließen", so Christian. Eine weitere wichtige Neuigkeit: Arilyn werden wohl demnächst wieder zu fünft sein. Ein neuer Basser ist im Moment in der Einarbeitungphase und wird hoffentlich schon fit für die Live-Konzerte sein. D.h. Christian wird sich dann wieder ausschließlich um den Gesang kümmern und gibt den Bass-Part ab. Nach den monatenlangen Aufnahmen sind die Jungs tierisch heiß das Material Live vorzustellen. Arilyn ist eben eine Live-Band!

17. Januar 2002

Wir schreiben den 17.01.2002, die Band ist nun fast 3 1/2 Monate im Studio und das Album ist instrumental zu 95% im Kasten. Heute beginnen endlich die Vocal-Aufnahmen. Zusammen mit der Studio-Crew hat man sich entschieden lieber ein bißchen mehr Zeit zu investieren, dafür aber ein richtig geiles Album abzuliefern. Nachdem das Cover und das Booklet vom Design her abgesegnet und in Produktion ist, die Aufnahmen (noch vor dem Rohmix) brilliant klingen und die Fotosession sehr gut über die Bühne lief ist die Stimmung richtig gut. Das Booklet wird in den nächsten Tagen fertig sein und wenn die ersten Lieder komplett mit Stimme aufgenommen sind, werden auch diverse Musikzeitschriften-Redakteure und Label-Verantwortliche zum Pre-Listening eingeladen. Ist schon ein komisches Gefühl, endlich nach so langer Zeit das fertige Album fast schon in der Hand zu halten. Nachdem jetzt die Puzzle-Stücke wie Aufnahme, Cover, Booklet, Fotos, etc. nach und nach zusammen gesetzt werden, kann man schon sagen, daß die Jungs richtig aufblühen. Vergessen sind die Tage an denen man gestreßt und nervös war. Die Qualität der Aufnahmen und der Songs an sich ersticken negative Schwingungen praktisch schon im Keim. In 2 Wochen dürften alle Aufnahmen im Kasten sein, dann kann es Anfang Februar mit dem Mischen bei Markus Ball losgehen.

7. Januar 2002

Paralleluniversum, das bedeutet eine Sache passiert zeitgleich an zwei verschiedenen Orten. Ein guter Vergleich zur momentanen Aufnahmesituation. Es wird fieberhaft in Ludwigshafen und in Rülzheim gearbeitet. Die Platte ist zu 80% instrumental fertig. Bis auf 4 Songs ohne Bass und diverse Gitarren-Feinheiten steht das Album als Ganzes. Es gab verschiedene Verzögerungen, die hauptsächlich durch das Abhören der Einzelspuren entstanden. Fehlersuche ist ein grauenhaftes Ritual. Man hört sich einzelne Stellen bis zu 40 oder 50 Mal an und muß entscheiden ob es wirklich "der Take" ist, den man braucht. Bei dieser Arbeit fand man schließlich einige Unsauberkeiten, Timing-Fehler oder Kabelknackser. Deshalb mußten die ein oder anderen Sachen noch verbessert bzw. neu eingespielt werden.

Das Cover / Booklet steht vom Design her und wir im Moment ausgearbeitet. Clives wohlgemeinte Ratschläge in eckigen Klammern... Die Texte wurden auch aus England zurückgeschickt und erfreulicher Weise waren außer ein paar Rechtschreibfehlern keine Sachen zu bemängeln. Thank you Clive! Die Aufnahmen sollten eigentlich am 31.12.01 zu Ende sein, aber es war kein Problem den Termin auf 31.01.02 zu verlängern. Man möchte ja schließlich ein geiles Album abliefern und nicht durch Zeitdruck die kreative Handbremse ziehen müssen. Der Release Ende Februar / Anfang März sollte aber noch zu packen sein.

Demnächst steht der Fototermin fürs Booklet an! Keine Ahnung wie lange das dauert, aber die Band darf erst gehen, wenn jeder gut abgelichtet ist ... na das kann ja heiter werden bzw. lange dauern! übrigens, Christof's Hamburger schmecken um Längen besser, als die der amerikanischen Konkurrenz.

13. Dezember 2001

Bitte nicht füttern! Die Spannung steigt, denn nach langer Zeit war die Band endlich wieder komplett in den heiligen Hallen des Strange Sound Studios. Zusammen hörte man sich die bisher aufgenommen Lieder an. Bedingt durch die Tatsache, daß die Keyboard-Spuren bei Jürgen in Rülzheim aufgenommen werden und der Rest in Ludwigshafen hatte nun jeder die Gelegenheit das komplette Puzzle zu hören. Jürgen stellte auch das Intro der CD vor und jeder war hin und weg. Es ist um Längen besser geworden, als alle es gehofft hatten. Aber auch die anderen fertigen Lieder (ohne Vocals) fanden begeisterten Anklang bei Band und Studiocrew. Die Reihenfolge der Lieder ist nun auch festgelegt. Letztlich fehlen noch bei 4 Liedern Keyboards und Gitarren, bei 6 Liedern der Bass. Da kam natürlich Freude auf und die Stimmung ist auf ihrem bisherigen Höhepunkt. Die Aufnahmen sind druckvoll, atmosphärisch und spiegeln den Charakter der Band.

Konzentration bitte! Jürgen (jetzt der andere) spielte gestern noch die Gitarren zu Nameless und Rescue me ein. Der Höreindruck vor der Mischung ließ die Jungs wirklich nicht auf ihren Stühlen sitzen und so langsam bröckelt die Anspannung und der Termindruck ab. Besonders Christian, als Producer immer wieder kurz vorm Nervenkollaps, hat wieder sein charmantes Lächeln und fand zu seiner chaotischen Ader zurück. Trotz allem besteht alle 60 Minuten der Drang Jürgen (oder beide Jürgense ???) zu erwürgen. Wieso? Ganz einfach, die beiden Kreativköpfe spornen sich immer wieder an, was letztlich zu der Vielfalt führt, die ihr hoffentlich auf der Platte spüren werdet.

Christians Sammelsurium-PC Andererseits könnte Jürgen (jetzt wieder ersterer) vermutlich Christian auch alle 20 Minuten erwürgen, denn das leidige Thema Harddiskrecording per PC bringt Jürgen nochmal ins Grab. Der vergebliche Versuch eine neue Festplatte einzubauen scheiterte an der Leistungsverweigerung des PC und die witzigen Fehlermeldungen des Aufnahmeprogramms werden von Diese Anwendung wird Aufgrund eines ungültigen Vorgangs geschlossen. der Band nur noch mit einem deftigen "FUCK YOU" kommentiert. Wer zum Teufel hat gesagt Harddiskrecording ist einfacher als Recording auf den guten alten Bandmaschinen? Schande soll dich aus dem Dorf treiben.

Lecker Tee ähh Kaffee Ansonsten ist zu sagen, daß der Kaffeekonsum ernorm angestiegen ist. Christian und Kai (die Muse des Studios) schwören auf Melitta Auslese. Aromatisch im Geschmack und nach der 5. Tasse merkt man auch das Koffein. 4 Kannen Kaffee pro Recordingsession ist der Standard. Man wird dieses Bild auch offiziell an Melitta schicken. Vielleicht ist das der Beginn einer neuen Werbekampagne.

Ab jetzt wird jeden Tag pausenlos weiter gearbeitet um den Zeitplan einzuhalten. Die Aufnahmen dürften somit am 23.12. abgeschlossen sein. Nach einer kleinen Pause werden Christian und Christof mit dem Mischen/Mix anfangen. Das Release Datum Ende Februar ist somit absolut in Time! Die lange und harte Arbeit scheint sich absolut zu lohnen.

6. Dezember 2001

Es ist viel Zeit vergangen seit dem letzten Diary-Eintrag, was aber nicht bedeutet wir hätten nichts gemacht. Im Gegenteil, die Produktion geht so langsam in Richtung "Ende Recording". Die Schlagzeugspuren sind jetzt komplett und Gitarre und Keyboards sind zur Hälfte eingespielt. Im Moment wird sogar parallel in Ludwigshafen und bei Jürgen in Rülzheim (Keyboard-Spuren) gearbeitet. Am kommenden Wochenende wird der Bass aufgenommen und dananch kommt der Rohmix. Dann kommt der angenehme Teil für die restliche Band, PAUSE! Christian wird dann die Vocals einsingen und somit die Aufnahmen aus Sicht der Band beenden. Jürgen hat auch das Intro der CD ferig. Um der Platte einen angenehmen Höreindruck mitzugeben, werden die Lieder mit Soundübergangen "nahtlos" ineinander verlaufen. Der Hörer soll das Album als Ganzes sehen und nicht nur 14 separate Lieder.

Die beste Neuigkeit kommt aus Berlin. Dort hat man die Freigabe für die Cover-Version eines deutschen Pop-Titels aus den 80'er Jahren erhalten, die Version war ja schon aufgenommen. Und wieder ist ein schwerer Brocken aus dem Weg geräumt. Bleibt nur noch ein schwerer Brocken übrig, das Cover! Verstärkt wird in der Endphase an verschiedenen Cover-Entwürfen gearbeitet um das Release-Datum der Platte nicht unnötig zu verschieben. Das hat zur Folge, daß die Band und das Studio im Moment auf der Suche nach der großen Inspiration ist. Weltraum, oder eher was Irdisches. Mystisch oder brutale Realität? Keine leichte Aufgabe für die Crew. Für den Endmix der Platte, wird man sich übrigens nach Schifferstadt in die Studios von Michael Ball begeben. Der bekannte Produzent wird zusammen mit Christian und Christof der Platte den erwünschten Sound geben. Die ersten Hörer des Rohmaterials bestätigten das Gefühl der Band, die Platte wird ein Hammer! Jürgen entspannt sich gerade im österreich-Urlaub und wird danach die letzten Gitarrenspuren einspielen. Mal sehen, ob er den österreichischen Musikmarkt schon auf die kommenden Arilyn-Platte "heiß" gemacht hat, wehe wenn nicht!

11. November 2001

Die Musikindustrie ist ein komischer Haufen. Da gibt es Bands, Alben, Poster, Manager und "Musikvideos". Die sind wichtig um die CD zu promoten. Aber wie kommt man an ein gutes Musikvideo ohne 50.000,-DM aufwärts zu investieren. Da Christian wieder einmal vergessen hat, Lotto zu spielen, muß man sich jetzt andere Möglichkeiten ausdenken. Ah ja, ein digitales Musivideo direkt in den MAC, schneiden, Effekte dazu und ab an die Sender. Deshalb war es nach den Aufnahmesessions am Samstag erklärtes Primärziel sich Gedanken über die Videorealisation zu machen. Das Recording am Samstag lief wieder hervorragend.

Jürgen spielte einige Gitarrenspuren zu "Tomorrow nerver comes" ein und Christof merkte, daß er nicht mehr so locker spielt wie vor 5 oder 6 Jahren. Die Band überlegt, ob man ihm mal ein Fitnessteil aus dem Fernsehen bestellt. Auch die große Booklet- und Fotodiskussion wurde offiziell eröffnet. Wie bekommt man solche unattraktiven Männer möglichst gut aufs Foto? Wer soll diese unmögliche Aufgabe lösen?

Marko und Christian verbrachten den Sonntag mit ein paar Testsequenzen zum Arilyn-Video. Jetzt ist man noch auf der Suche nach einem Drehort und einer Story. Der Videodreh wird aber voraussichtlich nicht mehr dieses Jahr stattfinden. Gerade die digitalen Effekte werden ein bißchen Zeit in Anspruch nehmen, denn zu Space-Rock sollten auch ein paar spacige Effekte dazugehören. Gespannt?

Wir auch!

7. November 2001

Wunder gibt es immer wieder, aber daß die Aufnahmen jetzt sogar richtig flüssig und gut über die Bühne gehen, hätte niemand gedacht. Von den 13 Songs die auf der CD zu finden sein werden, sind bereits von 7 Songs die Schlagzeugspuren "im Kasten". 4 Lieder stehen komplett (ohne vocals). Das macht natürlich Laune und die Stimmung ist sehr relaxt und äußerst kreativ. Auch die kurz vorm Abschluß stehende Zusammenarbeit mit einem großen deutschen Tonträgervertrieb gibt Hoffnung auf ein gelungenes Debut-Album. Nachdem nun mit "Reach You" und "Tomorrow never comes" die beiden längsten Lieder in Angriff genommen wurden, fallen Christian als Producer mehrmals täglich dutzende Steine vom Herz. Anfänglich noch ein sabberndes Nervenwrack, ist er heute wieder ansprechbar und hat zu seinem sinnlosen Humor zurückgefunden. Christof hat Jürgen (Keyboards) bewiesen, daß Schlagzeuger nicht immer die Buh-Männer sind und haut die Lieder mittlerweile nacheinander in den Kasten. Die Idee Christof mit einer Hodenklemme zu drohen war goldrichtig. Da das Album als Bonustrack eine Cover-Version eines echten 80er Klassikers enthalten wird, kümmert sich Christian im Moment um die Erlaubnis der Künstler und der Plattenfirma. Sollten Arilyn diese nicht bekommen, wäre das mehr als Schade, da das Lied bereits im Kasten ist und sich schweinegut anhört. Mit ein bißchen Glück und Verhandlungsgeschick sollte das aber möglich sein. Leider, muß man sagen, hat sich die komplette Band schon lange nicht mehr gesehen, was aber spätestens Ende November an Christian's Geburtstag geändert werden soll. Hoffentlich können die Jungs nach der Feier noch die Aufnahmen beenden. Man hat ja schon oft gehört, daß die Mannen von ARILYN dem Feiern nicht abgeneigt sind.

31. Oktober 2001

Patty der staatlich geprüfte Kaffeetester Der Aufnahmeraum ... unendliche Weiten ... ! Um diese zu umgehen, hat das Studio-Team noch einen Spiegel im Aufnahmeraum installiert. So hat jetzt jeder Einzelne Blickkontakt zum Anderen. Das ist sehr wichtig für Pausen, Timing und Spielgefühl. überhaupt, muß man der Studiocrew ein dickes Lob machen. Da die Aufnahmen eigentlich schon am 01.10. begonnen, aber noch etliche Sachen im Studio zu bauen waren, legten sich die Jungs enorm ins Zeug. Marco schraubt ... Nun ist alles fertig und die Crew kann sich auf wichtige Sachen wie Kaffee kochen, Schrott erzählen und Nahrungszubereitung kümmern. In Einem ist man sich einig. Patty kocht den stärksten Kaffee! Ein Schluck und man kann 6 Tage kein Auge mehr zu machen. Marko und Christian testen im Moment gerade jegliches Programm und Plug-In um den Aufnahmen beim Endmix die richtige Power zu verpassen. Christian hat nun mit CoolEditPro endlich ein Tool gefunden, mit dem man im schnellen Studioalltag die Audioaufnahmen in bester Qualität superschnell und kinderleicht bearbeiten kann. Das Programm wurde speziell für 8-Jährige entwickelt. Und hier der wöchentliche Tiefkühlpizzatest: Dr. Oetker "2-", Wagner Steinofen "1-". In diesem Sinne: Keep on spacing!

27. Oktober 2001

Nach einer eher schleppenden Anfangsphase und etlichen kleineren technischen Problemen, laufen die Aufnahmen auf Hochtouren. Am Samstag wurden 2 Songs kompletiert. Mit Nightmare und Far away hat man endlich den Stein ins Rollen bekommen. Christof spielte die Schlagzeugspuren bereits 2 Tage vorher ein. Nachdem Christian die Bass-Spur im Kasten hatte wechselte er wieder an seinen Hauptarbeitsplatz, das Mischpult, oder kurz Mixer. Danach war dann endlich auch mal Jürgen dran. Die Gitarre frisch gestimmt konnte es losgehen und untypischer Weise gelang alles auf Anhieb großartig. Auch Jürgen Nummer 2, spielte die Synthie-Spuren in perfekten 30 Minuten ein. Da soll mal einer sagen Arilyn wären keine Profis :-)

Die Stimmung innerhalb der Band und des Studioteams war ebenfalls sehr gut. Mittlerweile hat man den Sound gefunden, den man diesem Album geben wollte. Brillianz, Atmossphäre, Tiefe und Melodie. Nun werden die restlichen 12 Songs instrumental in den Kasten gehauen. Dies sollte bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Danach wird ein grober Mix gemacht (Lautstärke, EQ und die Spuren werden geschnitten). Dann kommt der letzte wichtige Punkt. The Voice! Die Stimme wird zu allen Songs als Letztes Aufgenommen. Danach die Backgroundstimmen. Für 1 oder 2 Songs wird Christian im Background von einer Sängerin unterstützt. Außerdem wird noch ein Gastmusiker vom Bodensee eingeflogen. Er wird mit seinem speziellen Instrument einen Song verfeinern. Welcher das ist und welches Instrument vertreten ist, verraten wir Euch aber erst später. Wenn alle Komponenten auf Band, bzw. Harddisk aufgenommen, geschnitten und grob gemischt sind erfolgt der Endmix. Von diesem Mix wird nochmal eine gemasterte Version gezogen. Dieses Master bekommt das Presswerk und stellt dann die CD's, Tapes, oder Platten (ja Freunde auch diese gibt es noch) her. Das Arilyn-Album wird aber nur auf CD erscheinen.

Mittlerweile ist man mit der Produktion auch wieder "just in Time". Das bedeutet, daß das Album wie geplant im Februar erscheinen kann.

24. Oktober 2001

So sieht ein richtig erholter Schlagzeuger aus. Frisch gestärkt vom griechischen Urlaub konnte Christof wieder mit den Aufnahmen weiter machen. Die Kiefer-Operation ist ausgeheilt und es konnte weiter gehen. Zur Freude aller (auch vom Studio-Team) liefen die Aufnahmen mehr als gut. Der Sound ist mittlerweile nicht von schlechten Eltern und die Stimmung könnte nicht besser sein. Die PC-Probleme haben sich auch gelöst, was bedeutete, daß die Aufnahmen an diesem Tag wirklich locker von der Hand gingen. Das einzige Problem nach wie vor ist das timing. Der Song muß ja gleichmäßig aufgenommen werden. Christof ist allerdings dafür bekannt, daß er ab und zu diverse Tempoänderungen vornimmt, die den Rest der Band zur Verzweiflung bringen. Doch an diesem Tag war die Konzentration wirklich hammermäßig. Das Studio-Team leistet ebenfalls gute Arbeit. Die Band wird umsorgt und es ist immer literweise frischer Kaffee vor Ort. Noch ein kleiner Tip von Christof und Sound-Engineer Marko: Kauft keine Tiefkühlpizza die weniger als 80 Pfennig kostet. Dies kann zu erheblichen Geschmacksirritationen führen.

21. Oktober 2001

Christian im Film: Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs Musik und Technik, gehören zwar zusammen, aber manchmal muß man Beide zu ihrem Glück zwingen. Um qualitativ ein einwandfreies Album einzuspielen, mußte man noch etliche Veränderungen am Sound (vor allem den Drums) vornehmen. Hinzu kam die Tatsache, daß Christof durch eine Kiefer-OP ein paar Tage außer Gefecht gesetzt wurde. Aber nun sind alle Vorbereitungen getroffen und alle Einstellungen gemacht. Nach einem weiteren letzten Sound-Test beginnt jetzt der Aufnahmeteil. Laut Studiozeitplan, sollten die Aufnahmen bis Mitte-Ende Dezember über die Bühne sein. Ab Mittwoch geht es verschärft weiter um die Schlagzeugspuren zu den Songs in den Kasten zu hauen.

3. Oktober 2001

Das schwierigste bei Studioaufnahmen ist zweifelsfrei der Klang von Schlagzeug und Gitarre. Aus diesem Grund war der erste Tag der Aufnahmen auch eigentlich kein echter "Aufnahmetag". Christof brauchte erstmal knapp 2 Stunden, bis das Schlagzeug gestimmt (ja auch Schlagzeuge können gestimmt werden) war und die Mikros richtig positioniert waren.

Das Schlagzeug: Hier wurde getuned! Dabei fiel auf, daß das ursprüngliche Bass-Drum Mikro (sehr bekannte Marke, recht teuer) für die Aufnahmen nichts taugte. Also probierte man ein billigeres Model einer anderen, weniger bekannten Marke und siehe da, die Bass-Drum klang plötzlich satt und wuchtig. Vorher hatte der nötige "kick" gefehlt.

Christof beim Testen: Bitte nicht füttern! Nachdem Christof und Christian den Sound der Drums auf dem Mischpult hatten, trat ein "kleines" Problem auf. Da die Aufnahmen über das Mischpult per PC aufgenommen werden, muß der Sound natürlich auch gut ausgesteuert im PC ankommen. Die Eingänge der Soundkarte waren aber brutal übersteuert. Also brauchte man nochmals Geduld. Jürgen und Christian schafften es schließlich die Soundkarte ans Mischpult abzugleichen und die ganze Sache optimal auszusteuern. Zum Schluß spielte die Band dann 3 Lieder ein, von denen jeweils die Schlagzeugspur "scharf" aufgenommen wurde. Die restlichen Instrumente (keyboards, guitar, bass, etc.) werden jetzt separat vom jeweiligen Musiker dazu aufgenommen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und kleineren Diskussionen, war aber Eines jedem klar: Der Anfang ist gemacht, jetzt kanns losgehen. Auch die beiden Aufnahme- assistenten Marco Sovulj und Mario Partos waren positiv überrascht und zufrieden. Wie heißt es so schön, die Jungs von Band und Studio haben "Blut geleckt".